Qualitätssiegel

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Die Kriterien – Das FNG-Siegel für nachhaltige Publikumsfonds

Das FNG-Siegel für nachhaltige Publikumsfonds trifft zwei Qualitätsaussagen:

        1.  Das Fondskonzept entspricht den geltenden Mindestanforderungen für Nachhaltigkeit.

        2.  Darüber hinaus gibt es besonders anspruchsvolle Ansätze in Bezug auf die Nachhaltigkeitsstrategie.

Mindestanforderungen und besondere Leistungen
Um eine Zertifizierung nach den FNG-Kriterien zu erhalten, müssen Fonds eine Reihe von Mindestanforderungen erfüllen. Diese beinhalten Transparenz- und Prozesskriterien, den Ausschluss von Waffen und Kernkraft sowie die Berücksichtigung der vier Bereiche des UN-Global Compact: Menschen- und Arbeitsrechte, Umweltschutz sowie die Bekämpfung von Korruption und Bestechung. Ausserdem müssen mindestens 90% des Portfolios hinsichtlich ESG-Kriterien analysiert werden.

Damit stellen die Basiskriterien des FNG-Siegels eine Schnittmenge aus den für nachhaltige Investments geltenden wichtigsten Normen im internationalen Gebrauch und den von Investoren und anderen zentralen Anspruchgruppen im deutschsprachigen Raum als zentral erachteten Ausschlusskriterien und Themenfeldern dar. Eine Auszeichnung für besondere Leistungen erhalten Fonds, die sich in den Bereichen Produktstandards, institutionelle Glaubwürdigkeit, Selektion und direkte Einflussnahme auf die Unternehmen durch eine besonders konsequente und stringente Nachhaltigkeitsstrategie abheben. Der Bewerber kann dafür maximal drei Sterne erhalten.

Grafik Methodikerluterung

Die Mindeststandards

1. Transparenz- und Prozesskriterien:
Für das zu zertifizierende Produkt muss ein vollständig ausgefülltes FNG-Nachhaltigkeitsprofil vorliegen, in dem die Fondsgesellschaft Informationen über die Nachhaltigkeitsstrategie des Fonds offenlegt. Darüber hinaus muss die verantwortliche Fondsgesellschaft zu den Unterzeichnern des Transparenz Kodex von Eurosif zählen.

2. Analyse des Portfolios nach den drei Kernkriterien Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung:
Die Fondsgesellschaft muss nachweisen, dass der Fonds die von ihm finanzierten Unternehmen nach allen drei Kriterien für Nachhaltigkeit im Unternehmen – Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung – analysiert.

3. Mindestanforderungen an die im Fonds enthaltenen Unternehmen:
Bei der Auswahl von Unternehmen muss der Fonds mindestens folgende Kriterien bzw. Ausschlüsse anwenden:

• Ausschluss von ABC-Waffen, Streubomben und Minen
• Ausschluss von Kernenergie
• Ausschluss bei Verstößen gegen die vier Bereiche des UN-Global Compact:
  • Menschenrechte
  • Arbeitsrechte
  • Umweltschutz
  • Bekämpfung von Korruption und Bestechung

4. Mindestanforderungen an die im Fonds enthaltenen Staaten:
Bei der Auswahl von Staaten muss der Fonds mindestens folgende Kriterien anwenden:

• Einhaltung der Menschenrechte und einer demokratischen Staatsordnung
• Ausschluss bei Nichtratifizierung der UN-Biodiversitäts-Konvention
• Ausschluss von Korruption
• Ausschluss bei Verstoß gegen den Atomwaffensperrvertrag

 

Besonders anspruchsvolle Nachhaltigkeits-Strategien:

1. Institutionelle Glaubwürdigkeit: Wie stark engagiert sich der Produktgeber in seinem Unternehmen und in seinem wirtschaftlichen Umfeld für nachhaltige Entwicklungen?

2. Produktstandards: Wie hoch sind die Transparenzstandards? Wie gründlich und streng geht der Fonds bei der Analyse und Bewertung der Unternehmen vor (Qualität des Nachhaltigkeits-Research)?

3. Einflussnahme über Selektion: Welche Anlagestrategien wählt der Fonds, um auf sein wirtschaftliches Umfeld Einfluss zu nehmen?

• Zusätzliche Ausschlusskriterien
• Positivkriterien
  • Best-in-Class-Ansatz oder gleichwertige Auswahlstrategien  
  • Themenfonds (z.B. Fokus auf erneuerbare Energien, nachhaltige Mobilität)

4. Einflussnahme über Dialogstrategien: Versucht der Fondsmanager auf einzelne Unternehmen Einfluss auszuüben? Falls ja, welche Instrumente wendet er dabei an?

• Stimmrechtsausübung oder Aktionärsanträge auf der Hauptversammlung von Unternehmen im Portfolio des Fonds
Dialog mit der Unternehmensführung in Bezug auf kritisch zu bewertendes Verhalten, z. B. zu Kinderarbeit in der Kakaobranche (siehe FNG-Marktbericht Seite 49).

Detaillierte Infos zu den Kriterien und der Punktevergabe finden Sie hier.

Erläuterungen zu den hier genannten Anlageprozessen mit ihren Begrifflichkeiten sind hier auffindbar.

 

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